Holzelement – Das Mädchen

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Holzelement – Das Mädchen (7-14 J.)

Im Kindesalter ist das Holz Qi vorherrschend. Das Qi strebt nach vorne und nach oben. Das führt zu Wachstum und Ausdehnung. Nichts kann sich dem Holz Qi in den Weg stellen ohne Wut und Zorn zu ernten. Der Druck ist groß, die Energie explosiv.

Holz kann man im Frühling sehr gut beobachten. Es liegt Spannung in der Luft. Der Wind ist frisch und verheißungsvoll. Die Vögel zwitschern und verkünden den Frühling. Hoffnung keimt auf. Neues Leben entsteht und bahnt sich seinen Weg. Es möchte wachsen und sich ausprobieren. Grenzen ausloten, neue, eigene Wege gehen. Ein Kind muss seine Kraft erproben, es muss Mutproben bestehen und auch mal seinen Willen durchsetzen. Dabei muss es spüren, ich bin da und ich kann was. Ich kann etwas erreichen und etwas bewirken. Daraus erwächst Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.

Wasser nährt Holz

Die Mutter des Holzelements ist das Wasser mit seiner befeuchtenden und ruhigen Art. Ist das Wasser stark genug, dann bekommt das Holz genügend Nahrung, kann sich gut verwurzeln, wachsen und gedeihen.

Das Wasser ist sowohl unsere Seelenkraft, als auch das was wir aus anderen Leben mitgebracht haben. Hier sind Erfahrungen gespeichert, die wir sowohl in diesem als auch in früheren Leben gemacht haben. Aber auch unsere Gene werden mit dem Wasserelement assoziiert. Unser Erbe und das was uns gegeben wurde. Das vererbte Potential und die Erfahrungen unserer Ahnen. All das ist im Wasserelement ruhend vorhanden. Hier liegt auch unsere Bestimmung und unser Schicksal verborgen. Hier schlummert das was wir uns für dieses Leben vorgenommen haben zu erfahren.

Das ist die Basis, aus der heraus ein Mensch wächst, gedeiht und einen neuen Lebenszyklus beginnt.

Holz und Wasser nicht im Gleichgewicht

Ist das Wasser schwach, dann fehlt das Gefühl von Sicherheit. Man kommt nicht zur Ruhe, man weiß nicht, ob man sich auf sich verlassen kann. Das Vertrauen in das Leben ist gering. So sucht man Sicherheit im Tun und im Aktionismus. Man findet keine Ruhe und keine Heimat.

Ist das Wasser zu stark, dann erdrückt es das Wachstum. Man kommt nicht in die Gänge und versumpft. Man wird von Ideen überschwemmt, kann sie aber nicht umsetzen. Das ist dann der Fall, wenn es viel aufzuarbeiten gibt. Wenn die Last der Erfahrungen erdrückend wird. Es können tiefe Existenzängste bestehen und sogar Todesangst. Das lähmt und lässt einen gefrieren. Schmerzhafte Erfahrungen aus diesem oder aus früheren Leben oder Erfahrungen der Ahnen, der vorangegangenen Generationen werden hier gespeichert, aber auch Kraft und Stärke. Alles was wir transformiert haben ist zu einem Schatz geworden und unterstützt uns fortan.

Schmerzhafte Erfahrungen und Traumata sind nicht nur negativ. Sie können sogar die Triebkraft sein für Entwicklung und Wachstum. Sind sie zu stark, dann hemmen sie das Leben.

Metall kontrolliert Holz

Damit das Holz nicht zu sehr wuchert, sondern in geordnete Bahnen wachsen kann gibt es das Metall.

Das Metallelement kontrolliert das Holz. Das ist auch nötig, damit Ordnung herrscht und das Wachstum in Lebensfördernden Bahnen verläuft. Sonst würde das Holz wild wuchern, Chaos und Willkür würden das Leben beherrschen.

Das Metall steht für Werte, Recht und Ordnung. Für Regeln und Strukturen, die aus der Erfahrung des Lebens entstanden sind.

Die Eltern übernehmen die Funktion dem Kind die Welt zu zeigen, ihm ihre Werte zu übermitteln und ihm die Regeln zu erklären. Und dafür zu sorgen, dass es diese auch einhält. Das ist sinnvoll um das Kind vor Gefahren zu schützten und ihm den Weg zu weisen, damit es sich geordnet entwickeln kann.

Holz und Metall nicht im Gleichgewicht

Ist das Metall zu schwach. Gibt es zu wenig Vorgaben und Rege. Somit ist das Kind auf sich allein gestellt und hat keine Orientierung. Es könnte Chaos entstehen, Überforderung oder Überschätzung der eigenen Fähigkeiten.

Ist das Metall zu stark, dann wird das zarte Pflänzchen unterdrückt. Das Kind wird entweder rebellieren und um sich schlagen, oder es wird schüchtern und entwickelt ein mangelndes Selbstwertgefühl. Es kann seine Kraft nicht erproben und weiß nicht, ob es sich auf sich selbst verlassen kann. Bisher konnte es sich immer auf die schützende Struktur der Eltern stützen konnte. Es mus ein gesundes Gleichgewicht zwischen Sruktur und Freiraum geben, damit sich ein Kind optimal entwickeln kann.

Wenn zu viele Regeln bestehen und dem Kind zu straffe Zügel angelegt werden, wenn die Kontrolle zu stark wird, dann erdrückt es das Kind, seine Energie fällt in sich zusammen.

Deshalb ist den Taoisten Balance und Harmonie so wichtig. Nichts ist gut oder schlecht, sondern auf das richtige Maß kommt es an.

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