SeelenBalance

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Im Gleichgewicht Sein

Einen ausgeglichenen Gemütszustand, wer wünscht sich das nicht? Ein auf und ab der Gefühle beeinträchtigen das Leben und das Wohlbefinden. Besonders Frauen können ein Lied davon singen. Doch was sind die tieferliegenden Ursachen von seelischen Blockaden? Das erfährst du hier in diesem Artikel. Wertvolle Tipps was du dagegen tun kannst, um dich zu unterstützen, findest du auf diesem Blog.

Rund um das Thema seelisches Gleichgewicht gibt es viel zu erzählen. Es gibt unzählige Tipps und Ratschläge, wie man seelisch in Balance kommen kann. Viele davon sind hilfreich, denn selbst mit kleinen Veränderungen kann man oft viel bewirken. Manchmal jedoch genügt es nicht und man fällt wieder in den alten Zustand zurück. Da muss man tiefer blicken und grundlegende Themen angehen.

Doch warum sind wir seelisch unausgeglichen, gehen an die Decke, ziehen uns beleidigt zurück und schmollen, hadern mit unserem Schicksal und dem Leben. Warum lassen wir uns durch Kleinigkeiten triggern, reagieren gereizt, genervt und suchen einen Schuldigen?

Es sind die Hormone!

Bei Frauen wird vieles auf die Hormone geschoben und das stimmt auch! Frauen sind schwankenden hormonellen Einflüssen unterworfen und diese haben einen Einfluss auf den Gemütszustand. In einem Moment, himmelhochjauchzend und im nächsten zu Tode betrübt.

Man kann das auch positiv sehen, das Leben ist aufregend und spannend, nie langweilig und gleichförmig. Doch manchmal ist es nicht leicht sich selbst zu ertragen und das Umfeld leidet auch darunter.

Hormone haben einen Einfluss auf das emotionale Empfinden, doch sie zeigen das was wirklich da ist.

Frauen, die in die Wechseljahre kommen sind diesen Schwankungen unterworfen. Sie haben hormonell bedingt eine dünnere Haut. Dadurch zeigt sich was für Themen da sind, die noch nicht bearbeitet sind. So gesehen ist es eine gute Zeit, um aufzuräumen.

Dasselbe gilt für die Pubertät und alle Lebensphasen, in denen es zu hormonellen Schwankungen kommt. Eine Folge davon sind emotionale Berg- und Talfahrten. Doch man kann es als Chance begreifen genauer hin zu schauen, um Dinge in sich zu wandeln und daran zu wachsen.

Es ist die Vergangenheit!

Schmerzhafte Erfahrungen aus der Vergangenheit, eine schwierige Kindheit, traumatische Erlebnisse, Verluste und Trennungen, all das führt meist zu Tretminen in der Psyche, wenn sie nicht verarbeitet sind.

Der Verstand ist ein wunderbares Werkzeug. Er hilf uns Geschehnisse zu katalogisieren, in Schachteln zu packen und ins Regal zu stellen. Oder wir stopfen diese Dinge schnell in eine Schublade, oder kehren sie unter dem Teppich. So sind negative Erfahrungen aus dem Weg geräumt und das Leben kann weiter gehen. Das ist positiv! Doch gleichzeitig ist das alles noch nicht weg. Es ist eine Akkumulation von Energie, die blockiert ist. Diese steht nicht mehr zur Verfügung. Es sind Qualitäten, die wir haben und nicht gelebt werden. So ähnlich wie dunkle Punkte in der Seele, die immer wieder Energie anziehen und binden. Je mehr Blockaden bestehen umso eingeschränkter wird der Radius des Lebens und umso unfreier werden wir. Um nicht daran erinnert zu werden und nicht getriggert zu werden umschiffen wir diese Stellen. Wir versuchen Umstände und Menschen zu vermeiden, wir gehen vielem aus dem Weg. So ist es möglich einigermaßen gut zu leben, doch glücklich und frei fühlen wir uns dabei nicht. Wir sind eingeschränkt und behindert in unserem Tun und unserem Ausdruck.

Schmerzhafte Erfahrungen und Tretminen in der Psyche sind Schätze, die es zu bergen gilt, um neue Energien frei zu setzen und dem Leben eine neue Qualität und Tiefe zu geben. Wir können sie nutzen um Stück für Stück freier und glücklicher zu werden und um aus dem vollen Potential, welches wir haben, zu schöpfen.

Es ist eine hohe Sensibilität vorhanden!

Manche Menschen sind von Natur aus sehr feinfühlig und sensibel. Sie spüren nicht nur ihr Eigenes, sondern nehmen ganz feine Schwingungen ihrer Umwelt und ihrer Mitmenschen wahr. In diesem Fall ist es schwierig zwischen ich und du zu unterscheiden. Was ist meins und was ist deins?

Sensibilität und Empfindsamkeit sind hohe Qualitäten, die allerdings in unserer Kultur nicht besonders geschätzt werden, weil sie hinderlich sind. Besonders wenn es um höher, schneller und weiter geht. Denn das Fühlen braucht Zeit und Aufmerksamkeit. Viel zu spüren kann empfindlich machen. Die Umwelt weiß nicht, wie sie mit einem umgehen soll. Man wird einfachheitshalber als Sensibelchen abgestempelt und fortan nicht ganz ernstgenommen. Sensible Menschen stehen sich oft selbst im Weg und brauchen viel Zeit, um ihre Gefühle zu sortieren. Sie müssen lernen zu unterscheiden was ist meins, wofür bin ich verantwortlich, was kann ich selbst verarbeiten und was ist deins. Was spüre ich gerade von dem was da ist und kann es einfach so stehen lassen, ohne mich davon beeinträchtigen oder mich involvieren zu lassen.

Empfindsame Menschen, die viel Schlimmes erlebt haben sind aufgefordert all das, zu verarbeiten und zu transformieren. Zusätzlich brauchen sie eine lebenslange Disziplin im Klaren spüren und im Entwickeln von Neutralität. Sie sind aufgefordert, ganz bewusst mit ihren Gefühlen umzugehen. Dann können sie ihre Sensibilität als ein sehr effektives Werkzeug nutzen und das in allen Lebenslagen und allen Berufen, wo es um zwischenmenschliche Interaktionen geht.

Zusammenfassung:

Es sind die Hormone, unverarbeitete Erlebnisse aus der Vergangenheit und eine hohe Sensibilität, die zum Verlust des seelischen Gleichgewichts führen.

Natürlich gibt es unvorhergesehene Ereignisse, die uns aus der Bahn werfen. Das gehört zum Leben dazu. Eine Frau mit einer stabilen Hormonlage, einer geklärten Vergangenheit und guten Umgang mit ihrer Sensibilität, wird schnell wieder ihre Balance finden und auf die Füße kommen.