Sexualität leben

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Sexualität – eine gefährliche Kraft

Sexualität ist Ausdruck unserer vitalen Energien. Sie hat direkten Bezug zu unserer Urkraft. In fast allen Kulturen und Religionen wird sie deshalb begrenzt, kontrolliert und in Schach gehalten. Mit dem Ergebnis, dass sie in die Schmuddelecke gestellt wird und entartete Blüten treibt.

„Nein, es geht nicht um Sex, es geht um Liebe.“

„Sex ist nicht so wichtig, was zählt ist die Liebe und die Verständigung der Partner untereinander.“

„Ach, der will doch nur Sex“, „Männer wollen Sex und Frauen wollen Liebe“

Solche und ähnliche Sätze hört man oft, wenn es um Sexualität geht. Sexuelle Aktivitäten sind in einer Beziehung akzeptiert und wenn es darum geht Kinder zu zeugen. Dann ist aber auch Schluss. Hier ist die rote Linie.

Sex gilt bestenfalls, als die schönste Nebensache der Welt, sofern sie nicht gänzlich in die Schmuddelecke verbannt wird. Doch stimmt das wirklich? Wie kann es sein, dass Sex nur eine Nebensache ist und gar nicht so wichtig? Ohne Sex gäbe es uns nicht, so gesehen ist es keine Nebensache, sondern lebensspendend. Wie kann es sein, dass Sex so unwichtig ist, wo sie so viele Menschen heimlich damit beschäftigen und manche sogar regelrecht besessen davon sind.

„Sex sells“, heißt es. Wenn sich etwas gut verkaufen soll, dann sexualisiere es! Das funktioniert nur, weil Menschen bewusst oder unbewusst darauf abfahren. So unwichtig kann Sexualität also nicht sein.

Warum verdrängen wir sie und verbannen sie in den Keller?

Sexualität ist eine mächtige Energie

Sexualität ist mit unseren vitalen Energien verbunden, mit unserer Urkraft und unseren Instinkten. Das ist eine mächtige Energie, die offenkundig in fast allen Kulturen unter Verschluss und unter Kontrolle gehalten wird. Mit mäßigem Erfolg und für einen hohen Preis.

Der mäßige Erfolg zeigt sich darin, dass Sexualität oft pervertiert ist und versteckt ungute Blüten treibt. Und der hohe Preis ist, dass unser Zugang zu unserer wahren Kraft gedrosselt ist. Wir suchen uns Ersatzbefriedigungen, die niemals satt machen. Wir entfernen uns immer mehr von unserer wahren Natur, weil wir uns abschneiden von dieser kraftvollen Energie.

Es gibt viel aufzuräumen

Religiöse Glaubensmuster, die Sexualität mit dem Bösen und dem Teufel gleichsetzen oder sie als unrein und gefährlich einstufen zeigen, wie tiefgreifend die Angst und deshalb die Kontrolle ist.

Sexualisierte Gewalt im Kollektiv und in persönlichen Erfahrungen machen es schwierig sich der eigenen Sexualität frei und ohne Vorurteile zu nähern.

Zu tief sind die Wunden und die Verletzungen im Laufe der Menschheitsgeschichte. Zu schlimme Gräueltaten wurden begangen. Diese Erinnerungen sind tief im kollektiven Bewusstsein gespeichert.

Menschen, die persönlich und ganz direkt sexuelle Übergriffe und Missbrauch erlebt haben, wird es sehr schwer fallen sich ihrer Sexualität offen zu widmen, ohne dass sie unbewusst daran erinnert werden.

Schwere Themen lasten auf der Sexualität und tief eingebrannte Glaubensmuster. So versucht man einen sicheren Zaun drumherum zu bauen und der Sexualität einen Rahmen zu geben, in der sie sein darf, ohne dass es gefährlich wird.

Meine persönliche Motivation

Seit ich 15 Jahre alt bin beschäftige ich mich mit Spiritualität. Mit 17 J. habe ich die Autobiographie von Mahatma Gandhi gelesen und wollte so sein wie er. Ich habe viel meditiert und mich tiefer spiritueller Praxis hingegeben. Im Laufe meines Lebens habe ich mich den unterschiedlichsten spirituellen Traditionen und Praktiken gewidmet und bin tief eingestiegen und tief in die Erfahrung gegangen. Dabei habe ich viele interessante, schöne und sehr ekstatische Zustände erlebt. Spiritualität war und ist das Wichtigste in meinem Leben. Es steht über allem. Ich wollte innerlich frei sein, nicht gebunden, frei fließend mit allem.

Irgendwann bin ich an einem Punkt in meinem Leben angelangt, an dem ich nicht mehr weitergekommen bin. Ich war in diesen wunderschönen spirituellen Welten, doch nie ganz frei. So wurde es für mich immer klarer, wenn ich mich nicht meiner Sexualität widme werde ich nie ganz frei sein. Da war ein Knoten, den es zu lösen gab. Mir war klar, dass ist ein Hemmschuh, der mich immer wieder binden wird. So habe bin ich lange um das Thema Tantra geschlichen, wie eine Katze um den heißen Brei, bis ich endlich den Entschluss gefasst habe einzusteigen. Doch weil ich ungern halbe Sachen mache, bin ich gleich voll und mit ganzem Herzen eingestiegen.

Meine Erfahrungen möchte ich hier mit dir teilen und dich ermutigen, dich diesem wichtigen Thema zu widmen. So wie es für dich stimmig ist.

Es lohnt sich! Nicht nur für dich, sondern für alle.

Wenn sich sexuelle Energien mit dem Herzen verbinden, dann wirst du nicht nur kraftvoll, wunderschön und ekstatisch, sondern du wirst unbeherrschbar und schwer manipulierbar. Denn du bist ganz direkt mit deiner Kraft UND mit deinem Herzen verbunden.

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